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Conseils

Dein Auslandsaufenthalt in Frankreich: Tipps und Tricks

Du hast dein Abi in der Tasche und packst schon den Koffer für einen Aufenthalt in Frankreich? Oder dein Erasmussemester steht zu September an und du kannst dich vor Vorfreude kaum auf die letzten Klausuren konzentrieren? Egal, in welcher Situation du dich gerade befindest: Hier erfährst du, wie du dich am Besten vorbereitest.

Hilfe, wo wohne ich?

Egal ob Freiwilligendienst, Auslandssemester oder Praktikum: An dem französischen Wohnungsmarkt kommst du nicht vorbei. Diese kurze Liste soll dir helfen, einen kühlen Kopf zu bewahren:

Studierendenwohnheim über CROUS

Als Student/in kannst du günstig und unkompliziert in einer résidence universitaire unterkommen. Meistens sind die Zimmer möbiliert, aber ohne Kochutensilien oder Bettwäsche. Denk also frühzeitig daran, wie du deine Sachen transportierst. Gut zu wissen: Als Erasmusstudent/in bekommst du meistens eine automatische Reservierung in einem Studierendenwohnheim deiner Stadt. Möchtest du dich im Rahmen eines Praktikums oder Volontariats für ein CROUS bewerben, musst du dich frühzeitig melden.

Colocation (Wohngemeinschaft)

In einer colocation tauchst du direkt in die Sprache und Kultur deines Gastlandes ein. Die meisten Zimmer werden über la carte de colocs, Facebook-Gruppen oder leboncoin vergeben.

Möbiliertes Zimmer oder Studio

Das ist meistens die flexible, aber teure Option. Auch hier kannst du dich bei Facebook-Gruppen melden, bei leboncoin suchen, oder Seiten wie seloger und housing-anywhere konsultieren. Versuche auch, die CAF, also Wohnbeihilfe, zu beantragen, wenn du länger als ein halbes Jahr bleibst. Geheimtipp: Viele deutsche Vermieter in Frankreich stellen ihre Anzeigen auch auf deutsche Seiten wie WG-Gesucht.

Zum Thema Garant

Fast alle Vermieter in Frankreich verlangen einen garant – eine Person, die im Notfall für deine Miete einspringt. Als Ausländer/in ohne französisches Einkommen ist das oft die größte Hürde. Zwei Lösungen:

  • Visale – kostenlose, sichere und staatliche Garantie für unter 30-Jährige und Praktikant/innen. Unbedingt frühzeitig beantragen!
  • Garantme – kostenpflichtiger privater Anbieter, der als Garant auftritt. Praktisch, wenn Visale nicht greift.

Was, wenn ich krank werde?

Als europäischer Bürger verfügst du über die EHIC, die Notfälle und Arztbesuche abdeckt. Versuche jedoch, Dinge wie Zahnreinigung und Impfung vor deinem Aufenthalt abzuschliessen, da nicht alle Leistungen im Ausland von der Krankrenkasse übernommen werden. Wenn du einen längeren Aufenthalt, wie etwa ein Bachelor- oder Masterstudium planst, empfiehlt es sich, eine Karte Vitale zu beantragen.

Wie tauche ich in die Kultur ein?

Frankreich hat kulturell enorm viel zu bieten – und das oft günstiger als du denkst. Mit dem Pass Culture erhalten junge Menschen ab 15 Jahren bis zu 300 € für kulturelle Aktivitäten: Konzerte, Bücher, Museumsbesuche, Kinotickets und mehr. Als EU-Bürger/in kannst du ihn nutzen, solange du in Frankreich gemeldet bist.

Apropos Museen: Unter 26 Jahren ist der Eintritt in die meisten nationalen Museen und Denkmäler Frankreichs kostenlos – darunter der Louvre, das Musée d'Orsay und das Centre Pompidou. Einfach den Personalausweis oder Reisepass vorzeigen.

Für die Sprache gilt: Der beste Unterricht findet im Alltag statt. Versuch von Anfang an, auf Französisch zu kommunizieren – auch wenn es holprig ist. Viele Städte bieten Sprachtandems an, bei denen du dein Deutsch gegen Französisch tauschst. Apps wie Tandem oder HelloTalk helfen dabei, auch online Gesprächspartner:innen zu finden. Und ja: Französisches Radio, Podcasts oder Serien nebenbei laufen lassen funktioniert wirklich.

Darüber hinaus lohnt es sich, lokale Veranstaltungen zu erkunden: Märkte, Festivals, Vereinssport oder Stadtteilinitiativen sind ideale Orte, um lokal Kontakte zu knüpfen. Und wenn du doch einmal Heimweh hast, gibst es viele deutsch-französische Kulturhäuser wie das Institut français in Marseille, das Goethe-Insitut in Lyon oder das Heinrich-Heine Haus in Paris.

Bereit für's Abenteur?

Vor dem Vergnügen kommt nun erst einmal ein wenig Arbeit auf dich zu, die sich lohnen wird. Manches klärt sich erst vor Ort, und genau das gehört dazu. Wichtig ist, dass du die großen Dinge – Wohnung, Versicherung, Garant – frühzeitig angehst, und den Rest neugierig auf dich zukommen lässt. Konzentriere dich durch die Organisation auf die vielen Erfahrungen, an denen du wachsen wirst!

Und falls du noch nicht weisst, wo die Reise hingeht, findest du auf der Plattform Écoles-Entreprises zahlreiche Praktikums- und Freiwilligenangebote in Frankreich sowie Schulen und Unternehmen, die gezielt deutsch-französische Profile suchen. Bon courage !